reflections

die zweite Woche

Wow, die erste Woche ist rum und so langsam stellt sich schon der Alltag ein. Klar ist vielles noch neu und unbekannt, aber das wird es bestimmt auch noch lange bleiben. Aber immerhin erkenne ich schon Stuecke des Schulwegs wieder und das ein oder andere Geschaeft. Nur Buszufahren das hab ich mir hier noch nicht getraut. Dafuer brauch ich noch ein paar Tage. Jetzt aber erst mal zur zweiten Woche. Montag und Dienstag waren ganz "normale" Tage. Am Montagabend haben wir dann auch endlich Internet bekommen und das Telefon funktioniert auch. Das ist doch ganz schoen, weil ich jetzt auch wieder Kontakt zu meiner Umwelt aufnehmen konnte. Am Mittwochmorgen bin ich joggen gegangen, auch wenn es mir immer noch keinen Spass macht, aber was soll's. Das ist ja bis jetzt noch nichts besonderes. Ich bin also meine Runde gelaufen und hab alls ich wieder Zuhause war den Schluesselanhaenger aus der Hose gezogen und wollt die Tuer aufschliessen. Leider war kein Schluessel dran. Ich also leicht in Panik alles aus meiner Hose gekrammt, aber mehr als nen alten Zettel und mein Handy hab ich nicht gefunden. Man koennte jetzt denken ist ja nicht so schlimm muss sie halt warten bis jemand mit nem Schluessel wieder kommt. Koennte man. Dann weiss man aber nicht das es bis zu dem Zeitpunkt nur diesen einen Schluessel gab. Ich also dann doch mit etwas mehr Panik immer ums Haus rum, aber natuerlich waren alle Fenster und Tueren gut verschlossen. Damit auch keiner reinkommt. Nur oben auf dem Dach war ein kleines Fenster auf, mein Hoffnungsschimmer. Die Leiter der rechten Nachbarn war zu kurz. Also auf zur anderen Seite und nach ein paar verschlossenen Tueren hab ich den Mann mit der langen Leiter gefunden. Leider war der Mann schon ein wenig aelter und ich hatte etwas Angst um ihn. Letzendlich bin ich dann ueber die Leiter auf's Dach und von da aus ins Haus. Mann war das ein schoenes Gefuehl. Am Nachmittag hab ich Isla von der Tagesmutter abgeholt und wollte mit ihr zum Spielplatz. Eine schoene Idee, aber nur so lang das Kind nicht die ganze Zeit am heulen ist und doch lieber zur Mama moechte. Mir war dann irgendwann auch zum Heulen zumute und der Tag ging mit Kopfschmerzen zuende. Genauso fing leider auch der Donnerstag an und nachdem die Kinder auf dem Weg zur Schule waren hab ich mich wieder ins Bett gelegt. Keine gute Idee. Ich hab solches Heimweh bekommen. Das war echt nicht lustig und ich hatte das Gefuehl es wuerde mich innerlich zereissen. Ich hoffe das ich dass nicht noch mal erleben muss. Am Freitag hab ich Nicole, ein anderes au pair, getroffen. Sie ist super nett und ich hoffe das wir noch oefter was zusammen unternehmen. Es tat gut mal wieder Deutsch zu reden und irgendwie haben hier auch alle ein wenig die gleichen Probleme. Danach gings mir auch irgendwie besser und ich hab noch mal darueber nachgedacht aus welchem Grund ich mich dafuer entschieden habe als au pair nach Australien zu gehen: -raus von Zuhaus -neue Leute kennen lernen -am Meer leben -in einer Grossstadt leben -das Land erkunden Am Samstag war ich wieder, juhuu, in der City. Ich bin ganz alllein mit dem Bus dorthin. Das hat echt gut geklappt. Naja so schwer ist Busfahren halt auch nicht. Das bloede hier ist nur das die jeweiligen Stopps nicht genannt werden und wenn man sich nicht auskennt muss man hoffen das der Busfahrer einen richtig verstanden hat und bescheid sagt wenn man da ist. In der City hab ich Nicole die zweite getroffen und zusammen haben wir ein bisschen die Stadt erkundet. Diese Nicole ist auch ganz nett, aber leider auch ein bisschen anstrengend. Das lustige ist das sie aus Herford kommt. Sowas verbindet dann auch schon ein bisschen. Zusammen waren wir in The Rocks auf einem Markt, wo es allerlei schoene Sachen gab: weisser Nougat, gebrannte Mandeln, Weihnachtskoalas, Lampenschirme und und und... Den Tag sind wir wirklich viel gelaufen. Wir waren an der Wharf, im Quenn Victoria Building (ein Einkaufcenter auf alt getrimmt) und in Chinatown. Ja, wir habens wirklich gefunden und es war toll!! Dort waren wirklich viele Chinessen und viele sehr kitschige Laeden. Die Sachen dort waren ganz anders. Viele Plagiate und alles sah ein bisschen billig aus. Auserdem war alles total bunt und kitschig! Ueberall waren Staende mit Essen, aber die meisten Sachen sahen ein bisschen gewoehnungsbeduerftig aus. Halt sehr asiatisch und nicht mehr so europaeisch. Zu Essen gibt es hier sowieso genug und die meisten Sachen sehen sehr lecker aus. Vorallendingen Suesse Sachen gibt es hier ueberall. Viele Kuchen und andere klebrige, kalorienreiche Sachen. Die muss ich umbedingt mal probieren, aber dazu bin ich irgendwie noch nicht gekommen, weil ich auch so immer so viele Sachen esse. Wenn wir schon beim Essen gelandet sind kann ich euch auch gleich von der riesigen Markthalle erzaehlen in der wir waren. Dort gab es Unmengen von Obst und Gemuese. Viele Sachen hab ich noch nie in meiem Leben gesehen. Viele Staende haben all die Fruechte auch in getrocknetem Zustand angeboten, sowie jede Menge verschiedene Nuesse. Auserdem wurden in der Markthalle noch Taschen, Cd's, Kleidung, Jadefiguren, und solche Sachen angeboten. Nach der Markthalle war ich ziemlich kaputt. Zum einen weil Nicole so viel geredet hat und zum anderen weil wir wirklich viel gelaufen sind. Wir haben uns dann auf den Rueckweg gemacht und ich hatte noch einen schoenen Abend mit Mark und Kerry. Der Sonntag war ein ruhiger Tag. Ich hab lang im Bett gelegen. Das mach ich hier irgendwie staendig. Vielleicht weil ich immer so viel Zeit habe. So gegen Mittag bin ich runter nach Manly, so wie jeden Sonntag. Nagut bis jetzt waren es ja erst zwei. Nachher war ich dann doch wieder laufen und wir haben ein bisschen Familie gespielt und zusammen gegessen. Das war also meine zweite Woche. Zum Glueck kenn ich jetzt schon wen hier. Ich hoffe allerdings das dass grosse Heimweh jetzt vorbei ist und nicht je laenger ich weg bin schlimmer wird.

23.9.08 13:19

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