reflections

Meine Gastfamilie und die erste Woche

01.09.08 ... und da stand sie meine Gastmutter. Kerry ist 39 Jahre alt und sehr sehr nett und herzlich. Sie ist ungefaehr so gross wie ich und hat braune Haare und Augen. Nach einer halbstuendigen Autofahrt sind wir in meinem neuen Zuhause auf Zeit angekommen. Es ist schoen hier. Halt ein ganz normales Haus von einer ganz normalen Familie. Vor und waehrend der Hausbesichtigung hab ich die anderen Mitglieder der Familie kennen gelernt. Da waeren Mark, der Ehemann. Er ist auch ungefaehr so gross wie ich, hat helle Haare und blaue Augen. Er ist auch sehr nett und sehr hilfsbereit. Die Kinder heissen Andrew (7), Maya (6) und Isla (fast 2). Irgendwie hab ich mich gleich wohlgefuehlt auch wenn ich oft an Zuhause denke. Nach dem Fruehstueck und einer Dusche! sind wir dann los die Kinder zur Schule bringen. Ich war total muede, aber jetzt schlafen haette auch nicht viel gebracht. Wir waren dann noch einkaufen und nach einer kleinen Mittagspause haben wir die Kinder wieder von der Schule abgeholt. Danach sind wir zum Strand gefahren und da war es das Meer. Jetzt wusste ich auch warum ich nach Australien wolte. Aber es war noch ganz schoen kalt. Ist ja schlieslich Winter! Ich bin dann um acht ins Bett, weil ich wirklich sehr muede war. Ich hab bis Dienstagmorgen um halb elf geschlafen. Das Bett ist so gross und sehr sehr bequem. Die Kinder waren auch noch da, weil die Lehrer gestreikt haben und sie deshalb erst spaeter hinmussten. Ja, das gibts hier wirklich. Spaeter bin ich dann los und hab ein bisschen die Umgebung erkundet. Ich wollte ein paar Sachen einkaufe, aber irgendwie hab ich nicht die richtigen Geschaefte gefunden. Ich bin dann noch ein bisschen am Meer entlang und hab doch tatsaechlich Glueck gehabt und noch ein paar mehrr Geschaefte gefunden, aber irgendwie konnte ich mich nicht entschliessen was einzukaufen und so bin ich unverrichteter Dinge wieder zurueck. Am Abend haben wir dann noch zusammen gegessen, weil Mark schon frueh da war. Nach dem Essen bin ich wieder ins Bett. Der Mittwoch hat schon ein bisschen frueher angefangen. Ich bin um halb acht aufgestanden und nach dem Fruehstuck haben wir die Kinder zur Schule und Isla zur Tagesmutter gebracht. Ich bin dann wieder den Weg runter vom Vortag und nach Manly. In Manly gibt es ein paar Geschaefte, Cafes, Restaurants und solche Sachen. Ich hab ein bisschen eingekauft und den Strand vom Montag gefunden. Am Nachmittag waren wir beim Schwimmen. Ich sollte mit Isla in eine Buecherei, aber das wollte sie natuerlich nicht. Das war schliesslich erst mein dritter Tag und sie kannte die Frau die noch nicht mal ihre Sprache spricht nicht wirklich. Mit Isla ist es sowieso ein bisschen schwierig. Sie ist sehr Mutter- bezogen und hatte so gut wie noch nie Kontakt zu anderen Personen. Aber mittlerweile ist es schon ein bisschen besser geworden. Am Abend hab ich mich mit Kerry zusammen gesetzt und wir haben besprochen was meine Aufgaben sind, was die Kinder duerfen und was nicht und lauter solcher Sachen. Bloed ist, dass ich irgendwie immer noch nicht weiss was ich verdiene. Ich hoffe das es bald mal soweit ist. Am Donnerstagmorgen haben wir wie jeden Morgen die Kinder zur Schule gebracht. Als naechstes bin ich mit Kerry, haltet euch fest, endlich nach Sydney gefahren. Schon von der Faehre aus konnten wir einen Blick auf die Stadt erhaschen. Es war einfach toll. Die hohen Gebaeude, die vielen Menschen. Dass ist es wonach ich gesucht habe. Kerry hat mich ein bisschen herumgefuehrt und ist gegen Mittag mit Isla nach Hause gefahren, Ich bin natuerlich noch geblieben. Es gab viel zu sehen. Ich war in einem riesigen Einkaufszentrum, mit bestimmt 5 oder 6 Ebenen. Eine Ebene hatte nur Kosmetika, ein Traum. Es gab viele sehr teure Sachen, aber auch ganz normale. Die unterste Ebene wird der Foodcourt genannt. Dort gibt es alles was man sich nur vorstellen kann. Viele asiatische Sachen, Fisch, Obst, und natuerlich jede Menge Kuchen und solche Sachen. yummy yummy Ich war dann noch ein bisschen am Wasser und hab Suhsi gegessen. Das gibts hier an jeder Strassenecke und ist viel billiger als in Deutschland. Also genau das Richtige fuer mich. Mit dem Geld ist das sowieso so ne Sache. Hier gibt es ja nur die australischen Dollar und das Umrechnen ist echt bloed. Ich hoffe ich gewoehn mich noch dran! In der Stadt waren super viele chicke Leute. Alle in ihren Anzuegen und Kostuemen und alle wirkten sehr beschaeftigt. Ist halt eine echt hektische Grossstadt. Ich bin dann gegen Nachmittag wieder zurueck und hab den Nachmittag damit verbracht zu kochen und auf Isla aufzupassen. Das war gar nicht so einfach, weil sie mich immer noch nicht viel besser kennt und dementsprechend drauf war. Das war echt anstrengend, aber es kann nur besser werden. Am Freitag fing dann sozusagen mein richtiger Alltag an. Ich bin um kurz vor sieben aufgestanden und war um sieben bereit mich den Kindern und dem Fruehstueck zu stellen. Die Kinder sind dann zur Schule und ich hat erstmal frei. Leider hat es den ganzen Tag geregnet, aber ich war trotzdem joggen. Das ist hier wirklich kein Vergnuegen, weil es immer auf und ab geht. Ich weis nicht wie lang ich dazu noch Lust habe. Ich hatte das Haus noch ein bisschen fuer mich und das war auch ganz gut. So konnte ich mich endlich mal ein bisschen ungestoert mit allem vertraut machen. Ich hab ein bisschen Hoerbuch gehoert und bin dann noch nach Manly um ein bisschen einzukaufen. Leider hat es immer noch geregnet und am Ende war meine Hose vorne dunkel und hinten hellgruen. Aber war trotzdem schoen. Abends hab ich mit Maya einen Kuchen fuer den Vatertag gebacken. Naja mehr oder weniger mit Maya. Aber irgendwie werd ich nicht so richtig warm mit ihr. Sie hat halt manchmal eine echt komische Art und kann sich nur schwer auf eine Sache konzentrieren. Den Abend hat ich fuer mich, weil Mark und Kerry ausgegangen sind. Am Samstag hat es immer noch geregnet. Ich hab lang im Bett gelegen und gelesen. Irgendwann so gegen Nachmittag sind wir nach Mosman zum alten Haus und ich hab ein bisschen in den Geschaeften geschaut. Irgendwie erinnert mich das ein bisschen an den Sueden. Es gibt viele kleine Laeden und alles sieht irgendwie ein bisschen verkommen aus. Ganz anders als in Sydney. Wir waren dann noch an zwei Straenden und haben uns die Wellen angeschaut. Aber weil es immer noch geregnet hat mussten wir im Auto bleiben. Da haben wir auch Fish und Chips gegessen. Meine ersten und sie waren echt lecker. War auch irgendwie lustig so im Auto zu sitzen, zu mampfen und sich die Wellen anzuschauen. Am Abend hab ich wieder auf die Kinder aufgepasst und Pretty Woman auf Englisch geschaut. Davon versteh ich noch nicht viel, aber bei dem Film hat das nicht so viel ausgemacht. Es ist sowieso ziemlich schwierig immer alles auf Englisch sagen zu muesen. Vieles kann man gar nicht ausdruecken und muss es dann fuer sich behalten bis man jemanden findet der dieselbe Sprache spricht. Ich glaube deshalb dauern die Telefonate auch immer so lang. Sind halt immer ziemlich viele Worte die man jeden Tag so aufspart... Am Sonntagmorgen sind wir schon frueh los zu so einer Art Pferdehof. Maya hat te zum Geburtstag Reitstunden geschenkt bekommen und ist dann ihre Runde mit einer Trainerin durch den Park. Das war irgendwie lustig, weil man im Hintergrund die Wolkenkratzer sehen konnte. Der Pferdehof war wirklich riesig und auch ziemlich komerziell und nein Tanja es gab keine Quaterhorses. Schade eigentlich aber da muss ich wohl noch weiter suchen. Mark, Andrew und ich sind dann noch ein bisschen mit Marks coolem alten gelben Sportwagen durch die Gegend gebraust. Er wollte mir den Bondi Beach zeigen, an dem ich ja eigentlich gelandet waere, schluchz. Leider ist es da richtig schoen und auch ein bisschen lebhafter. Am Nachmittag war ich in Manly und hab mich ein bisschen an den Strand gesetzt. Das war ein bisschen einsam und irgenwie hat ich das Gefuehl das ich die einzige war die allein da sass. Bis dahin hatte ich auch noch niemanden kennengelernt, weil man das Telefon und das Internet noch nicht beutzen konnte. Das war echt bloed. Abends haben wir alle zusammen gegessen. Das war sehr gemuetlich und hat mir ein bisschen das Gefuehl von Gemeinschaft vermittelt. Sonntag ist auch immer der Tag an dem Kerry und ich besprechen wie ich die naechste Woche arbeite. Und entlich hab ich da auch erfahren wie viel ich verdiene: 7 Dollar die Stunde. Mit den anderen au pairs habe ich eindeutig beschlossen dass das wirklich nur ein kleines Taschengeld ist, denn Gald auszugeben ist in Sydney wirklich kein Problem. Das war also meine erste Woche. Ich habe viel neues gesehen und erlebt und mich auch schon ganz gut in meine Gastfamilie eingelebt. Trotzdem hab ich immer wieder Heimweh und moechte gern Zuhause sein. Vorrallendingen weil ich weis dass das nicht nur ein Urlaub ist und ich nach fuenf oder sechs Wochen wieder zurueck fliege. Es gibt aber auch Momente wo ich total gluekclich darueber bin was ich hier noch alles erleben kann und ich gespannt darauf bin wenn ich so alles kennen lerne werde. Meine Entdeckungstouren werden aber wohl eher an den Wochenenden stattfinden, weil da einfach mehr Zeit ist. Das ist halt der Unterschied zu einem Work and Travel Aufenthalt. Aber ich hab lieber einen Punkt zu dem ich zuruck kommen kann, ein immer gleichbleibendes Zimmer und Leute denen ich nicht nach ein paar Tagen wieder Tschuess sagen muss. Ich sag jetzt aber erstmal Tschuess,(wenn es auch ein bisschen komisch aussieht aber so ist das mit einer amerikanischen Tastatur)

21.9.08 20:07

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