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Sydney ich komme!

Halloechen, Hier bin ich angekommen in Sydney mit zwei Taschen und jeder Menge Erwartungen. Aber jetzt erstmal der Reihe nach. Los gings am 30.08.08 am Samstagnachmittag Richtung Hamm. Mama, Papa und Nicklas sind mitgekommen. Allen anderen musste ich spaetentens jetzt Tschuess sagen und das ist mir echt schwer gefallen. Ich weiss nicht warum aber es faellt mir imer noch schwer daran zu denken und ich werde irgendwie sehr traurig waehrend ich das hier schreibe. Natuerlich waren wir in Hamm viel zu frueh und so musste ich mich noch ein bisschen gedulden und mir ein ganz klein wenig von der Stadt anschauen. Und dann war es soweit der Moment um entgueltig Abschied zu nehmen. Zum Glueck war alles ein bisschen stressig, denn richtigen Wagen zu finden und so. Aber so hatte ich es ja auch beabsichtigt. Die ersten Momente im Zug waren echt hart, denn jetzt gings wirklich los. Zur Beruhigung musste ich erstmal ne Runde Bibi Blocksberg hoeren. Ja richtig gelesen Bibi Blocksberg muss halt auch mal sein und ist sooo schoen entspannend. ;-) Die Zugfahrt war schoen. Wollte immer schon mal ICE fahren. Der Flughafen in Frankfurt ist echt riesig. Ich hab mir also mein Hab und Gut geschnappt und bin los um den richtigen Schalter zufinden und auf einmal stand ich vor einer Rolltreppe und wollte runter. Ich hatte aber so einen Wagen fuer das Gepaeck und ich dachte hier komm ich nicht runter. Also hab ich einen Lift gesucht. Leider erfolglos. Also bin ich wieder zurueck und irgendwann ist mir aufgefallen das alle Leute mit dem Teil da runter sind. Wie merkwuerdig! Nach ein weiteren Minuten des Staunens musste ich jetzt auch mal weiter und ganz vorsichtig hab ich mich vorgewagt und welch ein Glueck es hat geklappt! Mit dem Bus gings dann zum Richtigen Terminal und der Rest war halt wie es ist wenn man fliegt. Gepaeck aufgeben, warten durch den Sicherheitscheck, warten und dann irgendwann ins Flugzeug einsteigen. Waherend der Zeit hab ich noch ein paar mal mit Zuhause telefoniert um den neuesten Stand auszutauschen. Der Flug war sehr lang und schweigsam, weil meine Sitznachbarn nicht sehr gespraechig waren und eigentlich nur gegessen und geschlafen haben. Ich hab auch ziemlich viel geschlafen. In Singapor sind wir zwischen gelandet. Und nach 22 Stunden oder so bin ich um kurz nach fuenf in Sydney gelandet ...

21.9.08 19:25, kommentieren

Meine Gastfamilie und die erste Woche

01.09.08 ... und da stand sie meine Gastmutter. Kerry ist 39 Jahre alt und sehr sehr nett und herzlich. Sie ist ungefaehr so gross wie ich und hat braune Haare und Augen. Nach einer halbstuendigen Autofahrt sind wir in meinem neuen Zuhause auf Zeit angekommen. Es ist schoen hier. Halt ein ganz normales Haus von einer ganz normalen Familie. Vor und waehrend der Hausbesichtigung hab ich die anderen Mitglieder der Familie kennen gelernt. Da waeren Mark, der Ehemann. Er ist auch ungefaehr so gross wie ich, hat helle Haare und blaue Augen. Er ist auch sehr nett und sehr hilfsbereit. Die Kinder heissen Andrew (7), Maya (6) und Isla (fast 2). Irgendwie hab ich mich gleich wohlgefuehlt auch wenn ich oft an Zuhause denke. Nach dem Fruehstueck und einer Dusche! sind wir dann los die Kinder zur Schule bringen. Ich war total muede, aber jetzt schlafen haette auch nicht viel gebracht. Wir waren dann noch einkaufen und nach einer kleinen Mittagspause haben wir die Kinder wieder von der Schule abgeholt. Danach sind wir zum Strand gefahren und da war es das Meer. Jetzt wusste ich auch warum ich nach Australien wolte. Aber es war noch ganz schoen kalt. Ist ja schlieslich Winter! Ich bin dann um acht ins Bett, weil ich wirklich sehr muede war. Ich hab bis Dienstagmorgen um halb elf geschlafen. Das Bett ist so gross und sehr sehr bequem. Die Kinder waren auch noch da, weil die Lehrer gestreikt haben und sie deshalb erst spaeter hinmussten. Ja, das gibts hier wirklich. Spaeter bin ich dann los und hab ein bisschen die Umgebung erkundet. Ich wollte ein paar Sachen einkaufe, aber irgendwie hab ich nicht die richtigen Geschaefte gefunden. Ich bin dann noch ein bisschen am Meer entlang und hab doch tatsaechlich Glueck gehabt und noch ein paar mehrr Geschaefte gefunden, aber irgendwie konnte ich mich nicht entschliessen was einzukaufen und so bin ich unverrichteter Dinge wieder zurueck. Am Abend haben wir dann noch zusammen gegessen, weil Mark schon frueh da war. Nach dem Essen bin ich wieder ins Bett. Der Mittwoch hat schon ein bisschen frueher angefangen. Ich bin um halb acht aufgestanden und nach dem Fruehstuck haben wir die Kinder zur Schule und Isla zur Tagesmutter gebracht. Ich bin dann wieder den Weg runter vom Vortag und nach Manly. In Manly gibt es ein paar Geschaefte, Cafes, Restaurants und solche Sachen. Ich hab ein bisschen eingekauft und den Strand vom Montag gefunden. Am Nachmittag waren wir beim Schwimmen. Ich sollte mit Isla in eine Buecherei, aber das wollte sie natuerlich nicht. Das war schliesslich erst mein dritter Tag und sie kannte die Frau die noch nicht mal ihre Sprache spricht nicht wirklich. Mit Isla ist es sowieso ein bisschen schwierig. Sie ist sehr Mutter- bezogen und hatte so gut wie noch nie Kontakt zu anderen Personen. Aber mittlerweile ist es schon ein bisschen besser geworden. Am Abend hab ich mich mit Kerry zusammen gesetzt und wir haben besprochen was meine Aufgaben sind, was die Kinder duerfen und was nicht und lauter solcher Sachen. Bloed ist, dass ich irgendwie immer noch nicht weiss was ich verdiene. Ich hoffe das es bald mal soweit ist. Am Donnerstagmorgen haben wir wie jeden Morgen die Kinder zur Schule gebracht. Als naechstes bin ich mit Kerry, haltet euch fest, endlich nach Sydney gefahren. Schon von der Faehre aus konnten wir einen Blick auf die Stadt erhaschen. Es war einfach toll. Die hohen Gebaeude, die vielen Menschen. Dass ist es wonach ich gesucht habe. Kerry hat mich ein bisschen herumgefuehrt und ist gegen Mittag mit Isla nach Hause gefahren, Ich bin natuerlich noch geblieben. Es gab viel zu sehen. Ich war in einem riesigen Einkaufszentrum, mit bestimmt 5 oder 6 Ebenen. Eine Ebene hatte nur Kosmetika, ein Traum. Es gab viele sehr teure Sachen, aber auch ganz normale. Die unterste Ebene wird der Foodcourt genannt. Dort gibt es alles was man sich nur vorstellen kann. Viele asiatische Sachen, Fisch, Obst, und natuerlich jede Menge Kuchen und solche Sachen. yummy yummy Ich war dann noch ein bisschen am Wasser und hab Suhsi gegessen. Das gibts hier an jeder Strassenecke und ist viel billiger als in Deutschland. Also genau das Richtige fuer mich. Mit dem Geld ist das sowieso so ne Sache. Hier gibt es ja nur die australischen Dollar und das Umrechnen ist echt bloed. Ich hoffe ich gewoehn mich noch dran! In der Stadt waren super viele chicke Leute. Alle in ihren Anzuegen und Kostuemen und alle wirkten sehr beschaeftigt. Ist halt eine echt hektische Grossstadt. Ich bin dann gegen Nachmittag wieder zurueck und hab den Nachmittag damit verbracht zu kochen und auf Isla aufzupassen. Das war gar nicht so einfach, weil sie mich immer noch nicht viel besser kennt und dementsprechend drauf war. Das war echt anstrengend, aber es kann nur besser werden. Am Freitag fing dann sozusagen mein richtiger Alltag an. Ich bin um kurz vor sieben aufgestanden und war um sieben bereit mich den Kindern und dem Fruehstueck zu stellen. Die Kinder sind dann zur Schule und ich hat erstmal frei. Leider hat es den ganzen Tag geregnet, aber ich war trotzdem joggen. Das ist hier wirklich kein Vergnuegen, weil es immer auf und ab geht. Ich weis nicht wie lang ich dazu noch Lust habe. Ich hatte das Haus noch ein bisschen fuer mich und das war auch ganz gut. So konnte ich mich endlich mal ein bisschen ungestoert mit allem vertraut machen. Ich hab ein bisschen Hoerbuch gehoert und bin dann noch nach Manly um ein bisschen einzukaufen. Leider hat es immer noch geregnet und am Ende war meine Hose vorne dunkel und hinten hellgruen. Aber war trotzdem schoen. Abends hab ich mit Maya einen Kuchen fuer den Vatertag gebacken. Naja mehr oder weniger mit Maya. Aber irgendwie werd ich nicht so richtig warm mit ihr. Sie hat halt manchmal eine echt komische Art und kann sich nur schwer auf eine Sache konzentrieren. Den Abend hat ich fuer mich, weil Mark und Kerry ausgegangen sind. Am Samstag hat es immer noch geregnet. Ich hab lang im Bett gelegen und gelesen. Irgendwann so gegen Nachmittag sind wir nach Mosman zum alten Haus und ich hab ein bisschen in den Geschaeften geschaut. Irgendwie erinnert mich das ein bisschen an den Sueden. Es gibt viele kleine Laeden und alles sieht irgendwie ein bisschen verkommen aus. Ganz anders als in Sydney. Wir waren dann noch an zwei Straenden und haben uns die Wellen angeschaut. Aber weil es immer noch geregnet hat mussten wir im Auto bleiben. Da haben wir auch Fish und Chips gegessen. Meine ersten und sie waren echt lecker. War auch irgendwie lustig so im Auto zu sitzen, zu mampfen und sich die Wellen anzuschauen. Am Abend hab ich wieder auf die Kinder aufgepasst und Pretty Woman auf Englisch geschaut. Davon versteh ich noch nicht viel, aber bei dem Film hat das nicht so viel ausgemacht. Es ist sowieso ziemlich schwierig immer alles auf Englisch sagen zu muesen. Vieles kann man gar nicht ausdruecken und muss es dann fuer sich behalten bis man jemanden findet der dieselbe Sprache spricht. Ich glaube deshalb dauern die Telefonate auch immer so lang. Sind halt immer ziemlich viele Worte die man jeden Tag so aufspart... Am Sonntagmorgen sind wir schon frueh los zu so einer Art Pferdehof. Maya hat te zum Geburtstag Reitstunden geschenkt bekommen und ist dann ihre Runde mit einer Trainerin durch den Park. Das war irgendwie lustig, weil man im Hintergrund die Wolkenkratzer sehen konnte. Der Pferdehof war wirklich riesig und auch ziemlich komerziell und nein Tanja es gab keine Quaterhorses. Schade eigentlich aber da muss ich wohl noch weiter suchen. Mark, Andrew und ich sind dann noch ein bisschen mit Marks coolem alten gelben Sportwagen durch die Gegend gebraust. Er wollte mir den Bondi Beach zeigen, an dem ich ja eigentlich gelandet waere, schluchz. Leider ist es da richtig schoen und auch ein bisschen lebhafter. Am Nachmittag war ich in Manly und hab mich ein bisschen an den Strand gesetzt. Das war ein bisschen einsam und irgenwie hat ich das Gefuehl das ich die einzige war die allein da sass. Bis dahin hatte ich auch noch niemanden kennengelernt, weil man das Telefon und das Internet noch nicht beutzen konnte. Das war echt bloed. Abends haben wir alle zusammen gegessen. Das war sehr gemuetlich und hat mir ein bisschen das Gefuehl von Gemeinschaft vermittelt. Sonntag ist auch immer der Tag an dem Kerry und ich besprechen wie ich die naechste Woche arbeite. Und entlich hab ich da auch erfahren wie viel ich verdiene: 7 Dollar die Stunde. Mit den anderen au pairs habe ich eindeutig beschlossen dass das wirklich nur ein kleines Taschengeld ist, denn Gald auszugeben ist in Sydney wirklich kein Problem. Das war also meine erste Woche. Ich habe viel neues gesehen und erlebt und mich auch schon ganz gut in meine Gastfamilie eingelebt. Trotzdem hab ich immer wieder Heimweh und moechte gern Zuhause sein. Vorrallendingen weil ich weis dass das nicht nur ein Urlaub ist und ich nach fuenf oder sechs Wochen wieder zurueck fliege. Es gibt aber auch Momente wo ich total gluekclich darueber bin was ich hier noch alles erleben kann und ich gespannt darauf bin wenn ich so alles kennen lerne werde. Meine Entdeckungstouren werden aber wohl eher an den Wochenenden stattfinden, weil da einfach mehr Zeit ist. Das ist halt der Unterschied zu einem Work and Travel Aufenthalt. Aber ich hab lieber einen Punkt zu dem ich zuruck kommen kann, ein immer gleichbleibendes Zimmer und Leute denen ich nicht nach ein paar Tagen wieder Tschuess sagen muss. Ich sag jetzt aber erstmal Tschuess,(wenn es auch ein bisschen komisch aussieht aber so ist das mit einer amerikanischen Tastatur)

21.9.08 20:07, kommentieren

die zweite Woche

Wow, die erste Woche ist rum und so langsam stellt sich schon der Alltag ein. Klar ist vielles noch neu und unbekannt, aber das wird es bestimmt auch noch lange bleiben. Aber immerhin erkenne ich schon Stuecke des Schulwegs wieder und das ein oder andere Geschaeft. Nur Buszufahren das hab ich mir hier noch nicht getraut. Dafuer brauch ich noch ein paar Tage. Jetzt aber erst mal zur zweiten Woche. Montag und Dienstag waren ganz "normale" Tage. Am Montagabend haben wir dann auch endlich Internet bekommen und das Telefon funktioniert auch. Das ist doch ganz schoen, weil ich jetzt auch wieder Kontakt zu meiner Umwelt aufnehmen konnte. Am Mittwochmorgen bin ich joggen gegangen, auch wenn es mir immer noch keinen Spass macht, aber was soll's. Das ist ja bis jetzt noch nichts besonderes. Ich bin also meine Runde gelaufen und hab alls ich wieder Zuhause war den Schluesselanhaenger aus der Hose gezogen und wollt die Tuer aufschliessen. Leider war kein Schluessel dran. Ich also leicht in Panik alles aus meiner Hose gekrammt, aber mehr als nen alten Zettel und mein Handy hab ich nicht gefunden. Man koennte jetzt denken ist ja nicht so schlimm muss sie halt warten bis jemand mit nem Schluessel wieder kommt. Koennte man. Dann weiss man aber nicht das es bis zu dem Zeitpunkt nur diesen einen Schluessel gab. Ich also dann doch mit etwas mehr Panik immer ums Haus rum, aber natuerlich waren alle Fenster und Tueren gut verschlossen. Damit auch keiner reinkommt. Nur oben auf dem Dach war ein kleines Fenster auf, mein Hoffnungsschimmer. Die Leiter der rechten Nachbarn war zu kurz. Also auf zur anderen Seite und nach ein paar verschlossenen Tueren hab ich den Mann mit der langen Leiter gefunden. Leider war der Mann schon ein wenig aelter und ich hatte etwas Angst um ihn. Letzendlich bin ich dann ueber die Leiter auf's Dach und von da aus ins Haus. Mann war das ein schoenes Gefuehl. Am Nachmittag hab ich Isla von der Tagesmutter abgeholt und wollte mit ihr zum Spielplatz. Eine schoene Idee, aber nur so lang das Kind nicht die ganze Zeit am heulen ist und doch lieber zur Mama moechte. Mir war dann irgendwann auch zum Heulen zumute und der Tag ging mit Kopfschmerzen zuende. Genauso fing leider auch der Donnerstag an und nachdem die Kinder auf dem Weg zur Schule waren hab ich mich wieder ins Bett gelegt. Keine gute Idee. Ich hab solches Heimweh bekommen. Das war echt nicht lustig und ich hatte das Gefuehl es wuerde mich innerlich zereissen. Ich hoffe das ich dass nicht noch mal erleben muss. Am Freitag hab ich Nicole, ein anderes au pair, getroffen. Sie ist super nett und ich hoffe das wir noch oefter was zusammen unternehmen. Es tat gut mal wieder Deutsch zu reden und irgendwie haben hier auch alle ein wenig die gleichen Probleme. Danach gings mir auch irgendwie besser und ich hab noch mal darueber nachgedacht aus welchem Grund ich mich dafuer entschieden habe als au pair nach Australien zu gehen: -raus von Zuhaus -neue Leute kennen lernen -am Meer leben -in einer Grossstadt leben -das Land erkunden Am Samstag war ich wieder, juhuu, in der City. Ich bin ganz alllein mit dem Bus dorthin. Das hat echt gut geklappt. Naja so schwer ist Busfahren halt auch nicht. Das bloede hier ist nur das die jeweiligen Stopps nicht genannt werden und wenn man sich nicht auskennt muss man hoffen das der Busfahrer einen richtig verstanden hat und bescheid sagt wenn man da ist. In der City hab ich Nicole die zweite getroffen und zusammen haben wir ein bisschen die Stadt erkundet. Diese Nicole ist auch ganz nett, aber leider auch ein bisschen anstrengend. Das lustige ist das sie aus Herford kommt. Sowas verbindet dann auch schon ein bisschen. Zusammen waren wir in The Rocks auf einem Markt, wo es allerlei schoene Sachen gab: weisser Nougat, gebrannte Mandeln, Weihnachtskoalas, Lampenschirme und und und... Den Tag sind wir wirklich viel gelaufen. Wir waren an der Wharf, im Quenn Victoria Building (ein Einkaufcenter auf alt getrimmt) und in Chinatown. Ja, wir habens wirklich gefunden und es war toll!! Dort waren wirklich viele Chinessen und viele sehr kitschige Laeden. Die Sachen dort waren ganz anders. Viele Plagiate und alles sah ein bisschen billig aus. Auserdem war alles total bunt und kitschig! Ueberall waren Staende mit Essen, aber die meisten Sachen sahen ein bisschen gewoehnungsbeduerftig aus. Halt sehr asiatisch und nicht mehr so europaeisch. Zu Essen gibt es hier sowieso genug und die meisten Sachen sehen sehr lecker aus. Vorallendingen Suesse Sachen gibt es hier ueberall. Viele Kuchen und andere klebrige, kalorienreiche Sachen. Die muss ich umbedingt mal probieren, aber dazu bin ich irgendwie noch nicht gekommen, weil ich auch so immer so viele Sachen esse. Wenn wir schon beim Essen gelandet sind kann ich euch auch gleich von der riesigen Markthalle erzaehlen in der wir waren. Dort gab es Unmengen von Obst und Gemuese. Viele Sachen hab ich noch nie in meiem Leben gesehen. Viele Staende haben all die Fruechte auch in getrocknetem Zustand angeboten, sowie jede Menge verschiedene Nuesse. Auserdem wurden in der Markthalle noch Taschen, Cd's, Kleidung, Jadefiguren, und solche Sachen angeboten. Nach der Markthalle war ich ziemlich kaputt. Zum einen weil Nicole so viel geredet hat und zum anderen weil wir wirklich viel gelaufen sind. Wir haben uns dann auf den Rueckweg gemacht und ich hatte noch einen schoenen Abend mit Mark und Kerry. Der Sonntag war ein ruhiger Tag. Ich hab lang im Bett gelegen. Das mach ich hier irgendwie staendig. Vielleicht weil ich immer so viel Zeit habe. So gegen Mittag bin ich runter nach Manly, so wie jeden Sonntag. Nagut bis jetzt waren es ja erst zwei. Nachher war ich dann doch wieder laufen und wir haben ein bisschen Familie gespielt und zusammen gegessen. Das war also meine zweite Woche. Zum Glueck kenn ich jetzt schon wen hier. Ich hoffe allerdings das dass grosse Heimweh jetzt vorbei ist und nicht je laenger ich weg bin schlimmer wird.

23.9.08 13:19, kommentieren

die dritte Woche

Die dritte Woche fing am Montag an, an dem nichts besonderes passierte. Andrew konnte nicht zur Schule gehen, weil er krank war. Irgendwie ist seit dem ich hier bin immer einer krank. Erst Maya, jetzt Andrew und Kerry hoert sich auch ein wenig verschnupft an. Das ist ein bisschen bloed, weil immer einer irgenwie nicht so gut drauf ist. Aber der Fruehling kommt langsam und es wird ein bisschen waermer. Zum Glueck gibt es hier im Haus auch so eine Art Klimaanlage. Ohne die haett ich die ersten Tage nicht ueberstanden, denn es war wirklich sehr kalt. Am Dienstag hab ich mich mit Imke getroffen. Das ist jedes Mal ziemlich lustig, weil man ja nie so genau weiss was einen erwartet. Ist halt so eine Art Blind Date, nur ohne Date! Wir waren zusammen im Olympiastadion schwimmen. Das war total klasse. Der Aussenpool war mit Salzwasser gefuellt. Das ist hier oft so und soll auch besser fuer die Haut sein, aber ich glaube nicht fuer die Haare! Brauch ich also doch ne Haarkur, was Mama? Jedenfalls hat man von dort einen super tollen Ueberblick ueber die Stadt. Schon allein deshalb lohnt es sich reinzugehen. Man kann die Harbour bridge sehen und auf der anderen Seite ist der Luna Park. Das ist so eine Art Kirmes. Man braucht keinen Eintritt zahlen, sondern nur die einzelnen Fahrten. Vom Becken aus kann man auch die vielen Wolkenkratzer sehen und natuerlich das Wasser. Neben dem 50m Aussenbecken gab es noch ein kleineres draussen und ein 25m Becken mit Chlorwasser innen. Dort waren wir auch noch ein bisschen und haben die noch bessere Aussicht, weil es etwas hoeher liegt, genossen. Nach dem Schwimmen musste Imke arbeiten und ich bin ueber die Harbour Bridge in die City. Da oben war es ganz schoen windig, aber man hatte einen tollen Ausblick ueber die Stadt. Am Mittwochmorgen musste ich mich ziemlich beeilen, weil ich das Essen kochen musste und dann wollt ich zu Imkes Geburtstag. Zu dem hatte sie mich gleich eingeladen. Der Weg dorthin war ziemlich weit. Aber es hat sich gelohnt. Es waren noch ein paar andere au pairs da und es gab viele richtig leckere Sachen. Auf dem Geburtstag hab ich auch, welch eine Ueberraschung, Nicole die erste wieder getroffen. Die wohnt ja ganz bei mir in der Naehe und deshalb sind wir auch zusammen zurueck. Das war allerdings keine so gute Idee. Ich hatte mir schoen meine Busfahrplaene rausgesucht, damit ich auch passend wieder zurueck bin. Nicole meinte allerdings das ich ruhig noch ein bisschen da bleiben koennte. Soweit sei es ja schliesslich auch nicht. Wir haben dann natuerlich den ersten Zug verpasst und da wurd es doch ziemlich knapp. Ich hatte wirklich Glueck das sofort ein Bus in meine Richtung gefahren ist. So bin ich dann nur ein bisschen zu spaet gekommen. Das beste war allerdings, dass kurz nachdem wir in den Zug gestiegen sind, Nicole einen Anruf von ihrer Gastmutter erhalten hat und sie doch bitte schon ein bisschen frueher austeigen sollte und dann den Rest des Weges mit dem Taxi fahren sollte. Na schoenen Dank auch! Kerry fands zum Glueck nicht schlimm. Am Donnerstag hab ich wieder ein wenig gekocht und den Nachmittag mit Isla verbracht. Ich weis auch nicht aber manchmal ist das schon ziemlich langweilig. Eigentlich hab ich ja schon oft ueberlegt auch in Deutschland in einer Familie als Nanny zu arbeiten, aber dass das doch nicht so spassig ist weis ich jetzt schon. Ich bin lieber in einer oeffentlichen Einrichtung, mit anderen Erzieherinnen und den Kindern. Am Freitag war ich mit Kerry im Toranga Zoo. Das ist ein Zoo hier ganz in der Naehe. Und da waren sie meine ersten Kangoorus! Natuerlich gabs auch noch andere Tiere, aber ich hab sie nicht alle gesehen. Kerry hat naemlich eine Dauerkarte und ich werd bestimmt noch mal wieder kommen. Das tolle am Zoo ist unter anderem die Aussicht. Man sieht zum Beispiel die Giraffen im Vordergrund und die Skyline dahinter. Davon muss ich auch umbedingt ein Bild zeigen. Vom Zoo aus bin ich dann mal wieder in die Stadt. In Sydney koennt ich wirklich meine ganz Zeit verbringen. Es ist einfach zu schoen. Ich hab ein wenig Sushi gegessen und bin durch einige der vielen Geschaefte. Als ich wieder zurueck war hab ich noch ein bisschen gearbeitet und obwohl es Freitagabend war bin ich schon frueh ins Bett. Hier bin ich komischerweise immer total muede abends. Am Samstag hab ich lang geschlafen und mich gegen Mittag auf nach Mosman gemacht. Zuerst war ich schwimmen und dann hab ich mich mit Nicole am Strand getroffen. Leider musst ich schnell wieder zurueck, weil ich noch ein bisschen babysitten musste. Und ich bin wieder zuspaet gekommen. Das muss jetzt echt besser werden. Ich moecht nicht jedes Mal zu spaet kommen, wenn ich was mit Nicole gemacht hab. Am Samstagabend war ich Zuhause, weil wir eigentlich am Sonntag zu den Blue Mountains fahren wollten, eigentlich. Um halb zehn hat mir dann die besagte Nicole mitgeteilt das an dem Wochenende Gleisarbeiten sind und wir deshalb nicht fahren koenen. Das fand ich echt schade! Also hat ich am Sonntag dann doch nichts mehr vor. Ich hab, wie koennts anders sein, lang im Bett gelegen. Leider konnt ich nicht wirklich schlafen, weil die Kinder kein Wochenende kennen. Der Sonntag war todlangweilig ich hab mich von draussen nach drinnen gewaehlst, gelesen, in der Sonne gelegen und ich bin schliesslich vor lauter Not aufs Laufband gegangen. Das hab ich vor ein paar Tagen in der Garage gefunden. Ein Glueck, dann muss ich nicht immer diese bloeden Berge hoch und runter. Auf dem Laufband wars leider auch sehr langweilig und ich musst in der Garage gegen die Wan laufen. Aber alles besser als in den Strassen, in denen ich mich immer verlaufe, die bloeden Berge rauf und runter. Mein Sonntag ging dann mit einem netten Abendessen zuende. Das war meine dritte Woche. Ich weis immer noch nicht so genau was ich ueber mich hier in Australien denken soll. In der Familie fuehle ich mich wohl und ich mag die Kinder. Aber es ist nicht so wie mit anderen Kinder die man nur anzusehen braucht und weis man wird sie lieben. Vielleicht kann ich mich nicht darauf einlassen. Vielleicht liegt es aber auch an was anderem. Mittlerweile versteh ich mich aber zum Beispiel mit Maya total gut und das obwohl ich sie am Anfang wirklich nicht austehen konnte. Andrew ist immer hoeflich aber auch noch ein bisschen verschlossen. Isla ist halt noch sehr klein und wir haben auch sehr viel Spass zusammen, aber das richtige Gefuehl fuer sie fehlt mir noch.

23.9.08 15:59, kommentieren



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